Der Februar startete für den Bayer auswärts in Nürnberg, und im Nachhinein bin ich fast froh, an diesem Tag wegen Renovierungsarbeiten zu Hause bleiben gemusst zu haben...beim Club versagten die Jungs mal wieder grandios...
Am folgenden Wochenende stand mit der Frankfurter Eintracht gleich nochmal ein Auswärtsspiel an, zu welchem ich mit der Deutschen Bahn anreiste. Nach einer sehr starken Partie stand ein äußerst souveräner 3:0-Auswärtssieg, sodass ich zufrieden über FFM-Airport wieder mit dem ICE nach Hause fahren konnte.
Das nächste Highlight sollte gleich in der Folgewoche aufwarten - das EuropaLeague-Auswärtsspiel bei Metalist Charkow in der Ukraine, sponsered by Wolfgang Holzhäuser (siehe Trondheimbericht Dezember). Los gings am Mittwochmittag mit dem Auto und vier Mitfahrern über mitfahrgelegenheit.de. Diese setzte ich in Essen am Hauptbahnhof ab und fuhr dann direkt weiter zum Stadion am Hallo, wo um 19 Uhr die Bayermädels bei der SG Essen-Schönebeck anzutreten hatten. Das Spiel in einem 08/15-Leichtathletikstadion endete 1:1. Kennenlernen konnte ich dabei einen Düsseldorfer Fortuna-Fan, der aber auch die Bayermädels unterstützt, weil da zwei Nachbarinnen mitkicken...
Direkt nach Spielende gings dann mit dem Wagen nach Köln zum Schwesterchen, und dann auch bald ins Reich der Träume, da es ja am nächsten Morgen ziemlich früh los ging in die Farbenstadt. Dort war nämlich der Treffpunkt zur gemeinsamen Fahrt an den Flughafen Köln/Bonn. Eigentlich stehe ich ja nicht garnicht auf solche komplett durchorganisierten Touren wie es diese war, aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul!
So gings also dann mit dem vom Bayer gecharterten Flieger in die tiefste Ukraine...sehr ärgerlich war es, dass "der Veranstalter darum gebeten hatte, an Bord keine alkoholischen Getränke auszuschenken", aber dafür gabs wenigstens was leckeres zu Essen und halt ne Cola dazu. Die Flugzeit wurde mit einem kleinen Nickerchen und einer längeren Unterhaltung mit Franky und co. verbracht. In Charkow angekommen mussten wir uns dann zunächst einmal den gründlichen Passkontrollen und stichprobenartigen Gepäckkontrollen unterziehen (in meinen Augen völlig lächerlich, denn was soll ich denn IN die Ukraine schmuggeln??? Ist doch eh alles billiger da...) bevor wir dann mit Bussen zu unserem Hotel gebracht wurden. Der 4-Sterne-Bunker den der Holzi uns da spendierte war okay, lag recht zentral, hätte aber in Deutschland keine 3 Sterne bekommen. Aber für uns wars völlig okay, ich hatte ein Zimmer für mich alleine, und sonderlich lange sollte ich ich darin sowieso nicht aufhalten...
Zusammen mit Sebe und dem Doktor wechselten wir insgesamt 60 Euronen in ukrainische Hrywnja um uns die nächsten 24 Stunden zu versorgen. Da das Spiel wegen der extremen Temperaturen (die Angaben schwankten zwischen 15 und 30 Grad minus) auf 18 Uhr Ortszeit vorverlegt wurde, blieb uns nicht mehr soviel Zeit, deshalb suchten wir zusammen mit Strelczyk, Chris, Ulli, usw. ein hotelnahes Lokal auf und nahmen das erste Kaltgetränk zu uns, es sollte mit ca. 2 Euro für den halben Liter das Teuerste der ganzen Tour bleiben! Dann gings auch schon los, mit dem Bus wurden wir, wie es sich für eine BaySportsTravel-Tour gehört, zum Stadion gebracht und durften dann dort auch nicht mehr groß umherlaufen. Im Polizeikessel wurden die zuvor am Kiosk erworbenen Getränkedosen noch vertilgt und dann gings halt notgedrungen schon ins Stadion. Zu Erwähnen bleibt noch, dass uns die einkesselnden Polizisten doch tatsächlich Nüsse verkaufen wollten!!!
Das Stadion selbst ist jetzt nicht sooo der Hammer, recht große Schüssel mit Laufbahn, alles recht neu wegen der EM 2012, ausverkauftes Haus mit teilweise ganz ordentlicher Stimmung. Sehr geil war auch die Halbzeit, als mal eben fast der gesamte Gästeblock in die Toilettenräume marschierte um sich etwas aufzuwärmen. Das Spiel gewann der Bayer sensationell mit 4:0, die nächste Runde ist dadurch natürlich so gut wie erreicht! :-)
Nach dem Spiel wurden wir dann bei eisigen Temperaturen noch fast eine Stunde im Block festgehalten bis fast alle Lichter im Stadion aus waren, bevor man uns dann mit unseren Bussen wieder zum Hotel zurückbrachte. Nachdem wir uns auf unseren Zimmern kurz der Skiunterwäsche entledigt hatten, suchten Sebe, Marius, Deniz (Maxregenwurm) und ich eine Lokalität, in der wir was zu Essen und die dazugehörigen Getränke bekommen sollten. Wir entschieden uns für eine Art Pizzeria, in der wir zwar recht lange aufs Essen warten mussten, aber immerhin dem Personal klarmachen konnten, wie oft und in welchen Abständen sie uns Bier zu bringen hatten. Dies funktionierte dann auch hervorragend und so verging die Zeit wie im Flug. Irgendwann schlenderten wir dann durch die Eiseskälte zurück Richtung Hotel und nach einem kurzen Schlummertrunk in der Hotelbar fiel ich dann irgendwann in einen komaähnlichen Zustand. Dieser wurde dann am frühen Morgen jäh vom Handywecker beendet, man wollte schließlich noch etwas von der Stadt sehen. Nach einer kurzen Dusche und einem Frühstück, welches man mit "okay" bewerten kann machte ich mich mit Sebe und dem Doktor auf den Weg. Bei wieder einmal eisigen Temperaturen marschierten wir quasi einmal Quer durch die Stadt, eine Schönheit ist es nicht, zumindest im Winter nicht. Es gibt die ein oder andere Sehenswürdigkeit, aber ich bin mir recht sicher, dass es mich nach Charkow in absehbarer Zeit wohl eher nicht mehr verschlagen wird...
Zum Flughafen gings dann wieder mit dem Bus und nach einiger Wartezeit und dem vergeblichen Versuch, noch unsere letzten Kröten irgendwie loszuwerden (man beachte: wir hatten 60 Euro zu Dritt gewechselt) konnten wir dann irgendwann unsere Maschine entern. Auch auf dem Rückflug gab es wieder keinen Alkohol, dafür wirklich eiskalte Cola und gefrorene Sandwiches, weil diese schon seit gestern in der Maschine gelagert waren...
Nach der Landung in Köln/Bonn und der Rückfahrt nach Leverkusen verabschiedete ich mich schnell von meinen Leuten weil ich ja noch einen weiteren Kick auf dem Plan hatte, es ging direkt mit dem Auto weiter nach Mönchengladbach ins Grenzlandstadion, zum Spiel Mönchengladbach 2 gegen den VfL Bochum 2. Die Gladbacher gewannen verdient mit 3:0, der Ground ist jetzt grad nicht so das Highlight, Laufbahn, große Tribüne, Stufen drumrum...
Nach dem Spiel gings dann mit dem Wagen auf direktem Weg in die Heimat, die ich gegen 0:30Uhr erreichte und mich dann auch bald ins Reich der Träume begab, da ich am folgenden Tag zu arbeiten hatte.
Am Sonntag gings dann mit der Bahn zum Heimspiel gegen den VfB mit unserem Ex-Trainer Labbadia, diesen konnte man mit einem 4:2-Sieg wieder zurück ins Schwabenland schicken, und ich schickte mich mit der Bahn auch wieder nach Hause, ein paar ereignisreiche Tage waren zu Ende!
Zum Rückspiel gegen Charkow war eigentlich eine Bahnfahrt gebucht, da der Bayer aber aufgrund des mangelnden Zuschauerinteresses bekannt gab, dass jeder Kartenbesitzer eine weitere Person gratis mitbringen darf, entschied sich Steffi mitzukommen, die Bahnfahrt wurde storniert und wir fuhren mit dem Auto. Das Spiel wurde 2:0 gewonnen und auf der Rückfahrt verfolgten wir dann über den Laptop mit dem Surfstick die weiteren Begegnungen um auch gleich zu wissen, wohin in der folgenden Runde die Reise gehen wird. Gehofft wurde auf Neapel, leider wurde es dann aber Villareal in Spanien. Noch während der Fahrt und mehreren Telefonaten wurden die Flüge von Frankfurt-Hahn nach Girona und retour gebucht, als Mitfahrer standen bereits Jannis und Sven fest. Die heimischen Gefilde erreichten wir kurz nach Mitternacht.
Nach der Arbeit ging es für mich am Freitagnachmittag direkt nach Stuttgart, geparkt wurde aber nicht teuer am Flughafen, sondern am Bahnhof Echterdingen und von da gings dann in zwei Minuten mit der S-Bahn an den Flughafen wo am Abend meine Maschine nach Budapest ging. Vom Flughafen fuhr ich dann mit dem Bus an den nächsten Bahnhof und von hier aus mit dem Zug weiter an den Bahnhof "Keleti palyaudvar" in Budapest. Ich wählte diesen Weg, weil das Hotel dass meine Schwester für uns gebucht hatte, von hier gerade mal 5 Gehminuten entfernt war. Dort angekommen wartete sie auch schon in der Lobby auf mich und wir brachten gleich mal meinen Rucksack aufs Zimmer. Nachdem ich mich kurz frischgemacht hatte gings dann auch gleich los und wir tauchten noch für eine Weile ins Budapester Nachtleben ein. Irgendwann waren wir jedoch beide ziemlich platt, ich vom Streß der vergangenen Tage, sie vom Sightseeingprogramm, denn Claudia war schon am frühen Morgen nach Budapest geflogen. Nach einem richtig fetten Frühstück gings dann am Samstag los, die unglaublich vielen Sehenswürdigkeiten Budapests anzuschauen (ich war vor vielen vielen Jahren schonmal da, kannte aber auch nicht mehr alles). Nach einem kleinen Imbiss trennten sich unsere Wege dann für einige Stunden, Claudia wollte in ein schönes Cafe sitzen, ich fuhr mit der U-Bahn zum Hidegkuti Nandor Stadion, wo am Nachmittag MTK Budapest zum Stadtderby gegen Honved Budapest antreten sollte. Steffi sei Dank kam ich auch rechtzeitig dort an, da sie mir per SMS noch mitteilen konnte, dass das Spiel mal eben kurzfristig um eine Stunde nach vorne verlegt wurde...in Deutschland unvorstellbar! :-D Als ich dann ein Ticket kaufen wollte, erklärten die Ordner mir, dass heute der Eintritt frei sei, störte mich natürlich nicht wirklich, als "Eintrittskarte" gabs ein Armbändchen. Als ich dann auf Fototour im Ground unterwegs war, sah ich plötzlich, wie einige Leute eine Eintrittskarte bei sich trugen, welche ich natürlich auch unbedingt haben wollte! Nach einigem rumfragen auf allen möglichen Landessprachen bekam ich dann doch noch eine an einem der "Tickethäuschen". Das Spiel ansich war ganz cool, MTK gewann kurz vor Ende noch mit 3:1, der Ground ist auch ganz schick, schönes altes Teil mit überdachter Haupttribüne, auf der die Heimfans untergebracht waren und unüberdachter Gegenseite für die Gäste. Die Kurven waren auf beiden Seiten nicht freigegeben und zudem sehr baufällig. Zuschauermäßig war leider nicht so wahnsinnig viel los, was in Ungarn ja aber auch bekannt ist, jedoch hätte ich mir für ein Derby schon etwas mehr gewünscht.
Nach dem Spiel gings dann zurück zum Hotel wo Claudia bereits wartete und nach einem kleinen Bierchen und der Sportschau gings dann wieder in die Stadt zum Essen. Der Sonntag stand nochmals ganz im Zeichen des Sightseeings ehe es dann gegen Abend zusammen mit Claudia an den Flughafen zurückging, wo mein Flug nach Stuttgart und ihrer nach Düsseldorf ging. Von Stuttgart gings dann mit dem Auto wieder zurück in die Heimat. Fazit: Budapest ist weltklasse, der Fussball jetzt nicht sooo der Hammer, aber äußerst günstig und tolle Grounds gibts da allemal!!!
Am Karnevalssamstag hatte der Bayer ein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg und dies wurde natürlich traditionell dazu genutzt, das Karnevalswochenende in Kökn zu verbringen. Mit im Gepäck war Steffi, die Kiefer-Schwestern und Christian. Nach der Ankunft in Köln und kurzem Warten und Ankleiden gings dann als Assi verkleidet zusammen mit den Schwarzwaldmaries und Ledo in die Farbenstadt. Dort angekommen wurde noch ein Kaltgetränk in der Pille zu sich genommen und ein bisschen Bundesliga gekuckt, ehe es dann ins Stadion ging wo die Gäste aus der VW-Stadt mal eben mit 3:0 abgefertigt wurden. Die anschließende Nacht wurde dann noch zum Tage gemacht, am Sonntag gings noch zum Zug kucken an den Dom, und gegen Abend wurde die Heimreise angetreten...ein suuuper Wochenende!!
Direkt am folgenden Donnerstag ging es mit der Bahn abermals in die Farbenstadt zum Hinspiel gegen den FC Villareal, das Spiel ging äußerst dämlich mit 2:3 verloren, was natürlich alles andere als ein gutes Ergebnis fürs Rückspiel ist. Der CityNightLiner kam trotz endloser Verspätung beim Eintreffen in Köln pünktlich in Offenburg an, unfassbar :-)
Am Samstag stattete ich dann dem FC Hofstetten in der Verbandsliga Südbaden einen Besuch ab. Zu Gast im Waldseestadion war der VfR Hausen, der auch verdient und klar mit 3:0 die Punkte mitnahm. Der Ground ist nicht viel mehr als ein Sportplatz mit einigen Stufen auf einer Seite, aber um die Verbandsliga Südbaden zu komplettieren, muss man eben auch mal in Hofstetten gewesen sein:-) Am Sonntag gings weiter mit dem Bayer auf Tour, diesmal auswärts in Mainz, An- und Abreise mit Steffi, Jannis, Patrick und dessen Schwester mit dem Wochenendticket, 1:0-Auswärtsieg!!!
Nun stand wiedermal eine Europapokalauswärtstour an, und nach den beiden Frosttouren nach Norwegen und in die Ukraine gings dieses Mal ins warme und sonnige Spanien zum FC Villareal. Leider ein Ground den ich schon habe, aber egal, es sollte trotzdem eine tolle Tour werden. Los gings nachts um 2 Uhr, mit dem Auto nach Karlsruhe wo Jannis und Sven eingeladen wurden und von da dann weiter nach Frankfurt-Hahn. Hier schlugen wir die Zeit bis zum Abflug noch mit einem kurzen Nickerchen tot ehe uns dann der RyanAir-Bomber nach Girona flog. In Girona angekommen empfing uns bereits unser vierter Mann Pascal, der schon am Vortag angereist war und die Nacht am Flughafen abgegammelt hatte. Der Mietwagen wurde abgeholt und schon gings los auf die Autobahn in Richtung Süden. Da die Mitfahrer allesamt noch etwas zu jung für nen Mietwagen waren bzw. nicht im Besitz eines Führerscheins oder einfach nicht fähig waren zu fahren und es zudem billiger war, nur einen Fahrer anzugeben, musste ich die gesamte Strecke alleine fahren. Da wir aber genügend Zeit hatten, konnten wir es gemütlich angehen lassen und so wurde die ein oder andere Pause eingelegt, um mal ans Meer zu gehen oder etwas Ess- und Trinkbares einzukaufen! Irgendwann am frühen Nachmittag erreichten wir dann Villareal, parkten die Karre in Stadionnähe, und machten uns dann auf in die Stadt. Im Laufe des Nachmittages trudelten immer mehr bekannte Gesichter ein, sodass man dann so zwei Stunden vor Spielbeginn in einem recht großen Mob in Richtung Stadion losziehen konnte. Der Gästeblock ist im Estadio El Madrigal in einem aufgesetzten Oberrang hinter dem Tor untergebracht, wodurch man überall hin eine schöne Aussicht hat, nur eben nicht aufs Spielfeld. Wirklich ein bisschen doof, man hatte fast das Gefühl, man sei überhaupt nicht im Stadion. Das Spiel verlief dann scheiße, der Bayer hatte eigentlich keine Chance, und so schied man dann doch recht sang- und klanglos aus...Schade...zurück gings dann gleich nach dem Spiel, irgendwann überkam mich die Müdigkeit und es wurde mal drei Stunden auf nem Parkplatz gepennt. Den Flughafen Girona erreichten wir dann so gegen 8 Uhr in der Früh, Mietwagen zurückgegeben, Körperpflege, Frühstück bei Mäcces, ab in den Flieger, pennen, Landung in Hahn, heim mit dem Auto, Europapokalsaison Bayer 2010/2011 beendet.
Der März endete mit dem Spiel Donaueschingen gegen Hausen, leider unbegreiflicherweise auf dem Kunstrasen-Nebenplatz des Anton-Mall-Stadions und dem Heimspiel vom Bayer gegen Schalke 04, welches mit 2:0 gewonnen wurde. An- und Abreise hierzu mit der Bahn, nach Donaueschingen mit dem BaWü-Ticket, in die Farbenstadt mit dem IC bzw. ICE.
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